Die Geschichte der Engelsburg

Das hohe Reych „Auf der Mauer“ und die Engelsburg – das sind zwei untrennbare Begriffe Schlaraffiae.

Und zwei Begriffe von großer Bedeutung. 

 

Das Reych „Auf der Mauer“ wurde 1931 gegründet und hatte sein Uhunest im Park Cafe in Mauer, in der Engelsburg, gebaut.
Der Name „Auf der Mauer“ ist also absolut nachvollziehbar – aber woher stammt der Name Engelsburg?

Die Engelsburg war ursprünglich das Schloß Mauer, es stand an der heutigen Kreuzung Heudörfelgasse – Gebirgsgasse. Die dazugehörige Meierei wurde im Lauf der Geschichte zur Engelsburg.

 

1683, während der 2. Türkenbelagerung, wurde das damals in Jesuitenbesitz befindliche Schloss sehr stark beschädigt. Die Jesuiten haben das Schloss wieder aufgebaut und eine Andreaskapelle eingerichtet. Der Altar wurde links und rechts von je einem Engel begrenzt. Diese Engel waren so eindrucksvoll, dass dieses Gebäude den Namen Engelsburg erhielt.

Der Zusatz „allzeyt weinbergfröhliches Reych“ ist auch leicht zu erklären – umgaben doch das Schloss jede Menge Weinberge. Und die Lethe ist ja bekanntlich auch ein fixer Bestandteil unseres Spiels.

Der Name Engelsburg, die Weinberge und auch der Ursprungsstandort Mauer leben natürlich auch in unserem neuen Uhunest in der Linzerstraße weiter.

Die Geschichte Schlaraffias  

Schlaraffia wurde am 10. Oktober (Lethemond) 1859 in Prag gegründet. Dort traf sich eine zunächst vorwiegend aus Künstlern bestehende Runde, die nicht nur den schönen Künsten huldigte, sondern mit satirischer Lust die Überheblichkeit des Adels und die dünkelhafte Titels- und Ordenssucht des tonangebenden Beamtentums aufs Korn nahm.

 

Der Wahlspruch der Vereinigung lautet „In Arte Voluptas“ (etwa: "in der Kunst liegt die Freude").

 

Als 1859 der Direktor des Deutschen Theaters, Franz Thomé, einen seiner jungen Künstler, den Bassisten Albert Eilers, in die Prager Künstlervereinigung „Arcadia“ einführen wollte, wurde dieser wegen seiner Mittellosigkeit als offensichtlicher Proletarier abgelehnt.

Aus Protest gründeten Eilers und seine Theaterkollegen einen Stammtisch, den sie spöttisch „Proletarier-Club“ benannten. Daraus entwickelte sich nach manchen Umwegen und Rückschlägen die heutige weltumspannende „Schlaraffia“.

 

Heute "sippen" weltweit ca. 260 Vereine (Reyche) regelmäßig und spielen das "Spiel der Spiele" immer mit den selben Regeln ("Spiegel & Ceremoniale") und immer in deutscher Sprache.

Momentan bestehen Reyche in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich, USA, Kanada, Mexiko, Venezuela, Ecuador, Brasilien, Argentinien, Thailand, Südafrika und Australien. 

 

Die einzelnen Reyche und Colonien sind entsprechend ihres Gründungsdatums mit sog. Reychsnummern durchnummeriert. Das hohe Reych in Prag - unsere Allmutter "Praga" - hat die Reychsnummer 1 und erlosch (leider politisch motiviert) im Jahr 1939.

 

In Deutschland wurden 1865 in Berlin das Reych "Berolina" (2) und 1872 in Leipzig das Reych

"Lipsia" (3) gegründet. Diese gaben sich 1876 in Leipzig eine gemeinsame Satzung und Schlaraffia verbreitete sich rasch über den ganzen deutschsprachigen Raum.

 

1872 wurde das erste österreichische Schlaraffenreych gegründet - unser Ur-Ur-Großmutter "Grazia" (4).

 

Der "Stammbaum" unseres allzeyt weinbergfröhlichen Reyches "Auf der Mauer" in Wien:

 

Prag: "Praga" (2) - Graz: "Grazia" (4) - Linz: "Linzia" (13) - Baden: "Aquae Thermae" (80)

 - Mödling: "An der Klausen" (121) - Wien: "Auf der Mauer" (296)

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